Entwicklerinterview zu Die Sims 3: Jahreszeiten

Wir haben mit Graham Nardone über Die Sims 3: Jahreszeiten und die Entwicklung des AddOns gesprochen.

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Hallo Graham, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns ein paar Fragen zu Die Sims 3: Jahreszeiten zu beantworten. Gleich zu Beginn sei uns die Frage erlaubt, warum ihr die Fans so lange auf das Wetter habt warten lassen?

Für uns waren die Jahreszeiten wirklich eine technische Herausforderung. Wenn wir zurückschauen auf die Jahreszeiten bei Die Sims 2, war da die Herausforderung wesentlich kleiner, denn wir hatten das Wetter nur auf dem Grundstück, auf dem man gerade spielte. Nun haben wir jedoch die offene Nachbarschaft bei Die Sims 3 eingeführt und das änderte einfach alles. Wir haben jetzt nicht nur lokal begrenztes Wetter, sondern es ist in der ganzen Nachbarschaft aktiv. Und wenn ihr euch das Wetter genau anschaut, bemerkt ihr auch die ganzen Details, die wir mit eingebunden haben. Wenn es zum Beispiel zu regnen beginnt, seht ihr die Regenwolken schon lange, bevor die ersten Tropfen fallen. Es wird langsam dunkler. Und wenn es dann regnet, seht ihr nicht nur die Regentropfen wie sie zum Beispiel auf Wasseroberflächen auftreffen und dabei kreisförmige Wellen schlagen. Das Regenwasser fließt zum Beispiel auch von Hausdächern herunter.

Die Sims 3: Jahreszeiten wurde wegen dieser Detailfülle erst das achte Erweiterungspack. Es gab so viel spaßige Dinge, die wir in diesen Erweiterungspack stecken wollten. Wir mussten dabei aber auch so viele Punkte beachten und wollten dabei natürlich auch erst umfassend in Erfahrung bringen, was genau sich die Community denn wünscht. Am Ende standen die Überlegungen, wie wir diese Dinge am besten umsetzen, damit wir Die Sims 3: Jahreszeiten zu diesem tollen Erweiterungspack machen konnten, das es ist. Wir wussten, wie sehr sich die Fans dieses Spiel wünschten und wir wollten es einfach richtig machen. Es war jetzt einfach der richtige Zeitpunkt für uns.

Wie lange arbeitet ihr schon an dem Erweiterungspack?

Jedes Erweiterungspack benötigt in der Entwicklung etwa ein Jahr. Bei Die Sims 3: Jahreszeiten lag der Schwerpunkt nun jedoch auf der technischen Seite. Normalerweise haben wir unsere Grafiker und Konzepter, die zunächst die Grundideen für jedes Erweiterungspack visualisieren, sodass wir alle genau wissen, in welche Richtung das Ganze geht. Bei Die Sims 3: Jahreszeiten waren es jedoch unsere technischen Entwickler, die wir als erstes zu Rate zogen. Es gab so viele Dinge zu klären, zum Beispiel wie wir am besten Wetter in diesen großen, offenen Nachbarschaften umsetzen können und wie wir diese Effekte allen Spielern zur Verfügung stellen können, die vom kleinen Heim-Computer bis zum High-End-PC alles besitzen können. So nahm die Entwicklung auch gut ein Jahr in Anspruch, doch lagen die Schwerpunkte bei der Arbeit woanders.

Das Spiel wird also auch auf nicht so gut ausgestatteten PCs laufen?

Ja, auf jeden Fall. Wir haben bei der Entwicklung viel Wert darauf gelegt, dass die Wetter-Effekte auf den verschiedensten Hardware-Zusammensetzungen laufen. Und wir haben dabei auch nicht die Mindestvoraussetzungen angetastet. Es werden dieselben Hardware-Voraussetzungen sein wie bei den anderen Erweiterungen.